Donnerstag, 4. September 2025

Sprechen

ein Wunder

 

Ein Kind wurde geboren, es kann nicht sprechen, es kann noch nicht sprechen, die Eltern sind ein wenig ängstlich, ob das Kind wohl sprechen wird, einige sprechen noch einige Zeit nicht, die Eltern ängstigen sich, wird das Kind auch sprechen. Tiere sprechen auf ihre Art, die Hunde bellen, die Katzen miauen, sie gehen davon aus, daß sie für jedermann verständlich sind. Das Kind lacht hörbar, es weint noch hörbarer, als sprechen kann man das nicht durchgehen lassen. Man kann auch nicht verstehen, wie das Kind sprechen soll, es sagt ja nichts, und dann plötzlich: mama!, das ist ein Wunder. Bei Mama bleibt es nicht, Sätze kündigen sich an, auch wenn die Sätze noch krumm und schief sind. Unglaublicherweise sprechen sie fast wie die Eltern, sie gehen zur Schule und sprechen vielleicht schon besser als die Eltern. Bald sprechen sie auch fremde Sprachen, was die Eltern nicht gelernt hatten, zumindest Englisch sollten inzwischen alle zusätzlich zu ihrer Muttersprache sprechen können. Insgesammt gibt es mehrere hundert Sprachen, niemand kann sie alle verstehen und sprechen. Die Hunde und die Katzen haben im Gefühl, daß ihnen etwas fehlt und daß sie das Sprechen nicht erlernen können, einige, vor allem diverse Vögel, können schöner singen als die Tiere, vor allem einige Vogelarten. Man muß sich nicht fürchten, der Herrgott hat alles im Griff.  

Mittwoch, 3. September 2025

Frauen

und das Geld

 

Kobity, niech sobie beda domu, die Frauen, sie sollten zu Hause bleiben, so dachte man noch vor hundert Jahren und auch noch später. Zunächst dachten die Männer und auch die Frauen so, dann die Frauen immer weniger, die Männer dachten noch weiterhin so, dann dachten auch die Männer langsam weniger so, schließlich denken alle gleichmäßig so, naturgemäß kümmerten sich nun auch die Frauen vermehrt um das Geld und weniger um die Kinder, nicht nur um das Geld, sondern auch um ihren Status als Frau in der Politik, um die Kinder konnten sie sich nur noch wenig kümmern. Inzwischen gebären sie nur noch sehr wenige Kinder, so daß die Menschheit demnächst ausstirbt, naturgemäß aber nicht in allen Ländern und Staaten, so daß die Menschheit insgesamt noch weiter leben kann. Vieleicht aber denken auch die jetzigen Frauen wieder anders, man könnte sagen, die einen so, die anderen anders. Bei all diesen Fragen können auch die Männer vergessen werden und diese aber wiederum nicht die Frauen und auch die Kinder nicht. Die Männer wünschen sich ein kleines Mädchen, können es wie üblich selbst aber nicht zur Welt bringen, sie bitten die Frauen, ihr eigenes Geld für ein Jahr oder auch zwei zu vergessen. Kobity, niech sobie beda domu, ganz und gar, aber weitaus freundlicher als zuvor sollte man es überlegen.

Dienstag, 2. September 2025

Warum nicht

Tanzen

 

Dlaczego nie tanczysz, co, warum tanzt du denn nicht? In der Vergangenheit tanzten die Reichen und die Edlen, der König mit der Königen, die Prinzessin mit dem Prinzen und dann mit den anderen ihrer Art. Menschen dieser Art sind kaum noch vorhanden. Auch schlichtere Menschen tanzten, sie tanzen heute noch in den verschiedensten Tänzen, Walzer, Tango, Foxtrott und modernere Tänze wie Chachacha oder RocknRoll, insgesamt ist das Tanzen aber rückläufig, man hat inzwischen andere Formen des Vergnügens. Man schaut das Fernsehen, am liebsten Fußballspiele oder die Tour de France, über allem aber steht das Handy, weit entfernt vom Tanzen. Das Handy ist ein stilles und einsames Vergnügen, nicht unbedingt einsam, das Handy erfüllt den Menschen, Frauen und Männern, den ganzen Tag. Manchmal sitzen zwei oder auch drei Knaben mit ihrem Handy da, es können auch zwei Knaben und ein Mädchen sein, aber nicht nur Knaben und ein Mädchen, sondern auch ältere Frauen und Männer, die vielleicht früher noch getanzt haben, schauen jetzt ins Handy. Die Geschichte der Menschen wird schon bald wieder eine andere sein, an die Stelle des Handys wird anderes treten, mit etwas Glück werden wir es noch erleben. 

Montag, 1. September 2025

Genie

 

 

Inzynier! A nic nie rozumie! Ein Ingenieur, aber er versteht nichts! Ingenieur, das meint ursprünglich Ingenium, mit anderen Worten: nur wenige Menschen können als Genie gelten, die meisten sind keine Genies auf dem Ingenieursektor, wenn alle Menschen Genies wären, würden niemand als Genie gelten, ein Genie zu sein setzt voraus, daß nicht alle Menschen Genies sind.  Wie aber ist es möglich, daß ein Ingenieur nichts, gar nichts versteht und alles andere als ein Genie ist? Die meisten Menschen geben zu, das sie kein Genie sind, sie denken gar nicht daran. Man spricht vom Genie und vergißt die weiblichen Genies, als Ingenieurinnen stehen sie bis jetzt vielleicht ein wenig zurück hinter den Ingenieuren, das mag sich ändern, zudem sind die Frauen Genies auf anderen Gebieten, die Menschen entwickeln sich ständig weiter, vielleicht gibt es irgendwann mehr Ingenieurinnen als Ingenieure und mithin mehr weibliche als männliche Genies. 

Die Mutter

und der Gott  

 

Kya toofan bhagwan ne bheja hai. Was ist das, soll das etwa eine Sprache sein, gibt es etwa solche Sprachen, es gibt hunderte von Sprachen, wo aber findet man diese eine unter diesen Sprachen, wenn es sie denn gibt? Angeblich heißt es übersetzt: Was für ein Sturm, den der Herrgott uns geschickt hat, sagte die Mutter, man kann das glauben. Gott und die Mutter, das ist ein seltsames Paar. Die Götter sind zahlreich, sie sind überall, mit welchem Gott haben wir es hier zu tun? Die Götter sind den Müttern näher als anderen Menschen, die Mütter lieben ihre Kinder und hoffen, daß der jeweilige Gott sie liebt, man denke an Stachura, der sich freute, wenn seine Mutter jeden Sonntag in die Kirche ging, während er nicht mehr an Gott glaubte. Auch die, die nicht an Gott glauben, wünschen sich einen nahestehenden Gott. Was aber ist mit dem Sturm, den Gott uns geschickt haben soll, das ist rätselhaft. Ein Sturm ist ja normalerweise nicht Gutes, vielmehr etwas Zerstörerisches, hat die Mutter das gemeint?  Eher meint sie wohl, daß der Sturm eine Säuberung ist, daß Gott, wer immer das sein mag, die Welt säubert. Kya toofan bhagwan ne bheja hai, diese Sprache ist immer noch ein Rätsel.  

Platon

als Sokrates

 

Platon, eigentlich nur er, sowie Lysimachos, Melesia, Nikios und und Lachos, zudem deren Söhne, sowie Sokrates, unterhalten sich über Fragen des richtigen Verstehens, die Söhne kommen dabei nicht zu Wort, sie hören nur still zu. Es ging um Männerfragen, Frauen waren nicht zugelassen, es ging um die Tugenden, die vordringliche Tugenden waren Mut und Kampfbereitschaft, Frauen hätten wohl andere Tugenden bevorzugt, Mut führt leicht zum Tod. Tolstoi erzählt von einem noch sehr jungen Mann, ein Junge noch, der wider seiner Eltern in den Kampf ging und zu Tode kam, die Eltern waren nicht zufrieden, sie weinten bitterlich. Als weitere Tugenden waren unter anderem Besonnenheit und Gerechtigkeit zu nennen. Ständig gab es Krieg und Kampf, überall und ständig, das war zu dieser Zeit üblich, Anderes konnte man sich nicht vorstellen, es war normal und es würde wohl auch immer so bleiben. In unserer Zeit dann wollte man vor allem anderen die Kriege beenden, man glaubte das schon erreicht zu haben, nun aber, in dieser unserer jetzigen Zeit, scheint alles wieder auf die Vorzeit zurückzufallen.

Klug

Wer denn?

 

Bardzo rzadko spotykalem tam madrych ludzi, nur selten traf ich dort kluge Leute. Wer weiß aber, wer die klugen Leute sind und wer nicht. Wenn jemand als unklug bezeichnet wird, dängt er  nach, ob er unklug ist und nicht vielmehr die anderen. Die meisten kommen zu dem Ergebnis, daß er klug ist, wer kann das entscheiden, wo ist ein Gott der sagt: Du bist klug und du bist es nicht, der Herrgott würde vielleicht dahingehend urteilen, daß die Klugen unklug seien und die Unklugen seien klug, ähnliches steht in der Bibel. Die Götter unserer Ära kennen keine Göttin, man muß aber davon ausgehen, daß die Frauen üblicherweise eher klüger sind als die Männer. Läßt man die Götter beiseite, ist es schwierig zu entscheiden, wer klug ist und wer nicht, nicht alle aber gehen davon aus, daß sie selbst besonders klug sind, sie denken aber nach, sie behaupten, nicht sonderlich klug zu sein, die Freunde aber denken vielleicht anders und sagen ihm, er sei besonders klug, der eine ist es in besonderen Dingen, der andere nicht, er ist wiederum in ganz anderen Dingen klug. Klug ist, wer nichts sagt von seiner Klugheit. Aristoteles sprach allerdings gern von der Klugheit, die Philosophie erforderte nach seiner Einschätzung die Klugheit, ohne die Klugheit ginge es nicht.