Freitag, 3. Oktober 2025

Schlaf

Mensch und Tier

 

Wieso hat der Herrgott den Schlaf erfunden? Jedenfalls hat er ihn erfunden, ohne Schlaf geht nichts, das gilt für die Menschen und für die Tiere. Die Menschen schlafen in der Regel nachts, einige müssen in der Nacht arbeiten, sie schlafen daher tagsüber. Einige müssen tagsüber arbeiten und dann wieder nachtsüber, das gilt als ungesund, läßt sich aber nicht vermeiden. Meistens schlafen die Menschen nachts und zwar von elf Uhr nachts bis sechs Uhr morgens, einige schlafen kürzer und andere länger, andere schlafen länger und dann wieder kürzer, nur wenige schlafen immer zur gleichen Zeit. Eine längere Schlaflosigkeit kann zum Tod führen. Nicht nur die Menschen schlafen, sondern auch die Tiere, ein Musterbeispiel ist die Katze. Da sie meistens draußen lebt und weniger drinnen, ist ihr Schlaf davon abhängig. Die Katzen schlafen in der Regel länger als sie wach sind, die älteren Katzen länger als die jungen Katzen. Sofern die Katze draußen schläft, muß sie wach bleiben, ihre Feinde könnten ihrerseits wach sein. Menschen und Tiere, die täglich Schlafen, leben erheblich länger als Menschen oder Tiere, die so gut wie gar nicht schlafen. Der Herrgott hatte das wohl vorausgesehen, wie er selbst es mit dem Schlaf hält, verrät er nicht.

Sprache

Gottes Geschenk 

 

Die Sprache ist eins der schönsten Geschenke, wenn nicht das schönste Geschenk des Herrgotts, den Tieren hat er dieses Geschenk bislang vorbehalten, einige Tiere hören das Sprechen und möchten auch gern sprechen, bislang ist es ihnen nicht gelungen, obwohl sie dem Sprechen schon nahe gekommen sind und das Sprechen der Menschen teilweise auch verstehen und nachahmen. Die Sprachen waren über ewige Zeiten nicht da, und dann waren sie plötzlich da. Die Menschen entdeckten die Sprache dort, wo man jetzt von Europa spricht, im jetzigen Amerika und Südamerika und überall. Sie verstanden einander nicht und sie glaubten auch gar nicht, daß die anderen sprechen, sie nahmen nur Geräusche da und kein Sprechen, es schien ihnen unnötig, mit den anderen sprechen zu wollen, jede Sprache war für sich und nur jeweils diese eine Sprache galt ihnen als Sprache, man könnte meinen, daß der Herrgott das Geschenk der Sprache nicht hinreichend bedacht hatte. Jede Sprache war für sich und störte die andere nicht. Das änderte sich dann. Sie spürten plötzlich, daß das Sprechen der anderen dem eigenen Sprechen ähnlich klang und zur allgemeinen Überraschung wohl auch verstanden werden konnte. Das hatte seine Vorteile und auch seine Nachteile. Der Vorteil ist, daß man jetzt auch einander verstehen kann, der Nachteil ist, daß die Sprachen ihr alleiniges, ungestörtes Wesen zerstören, sie stehlen Worte der anderen und die Anderen machen es ebenso, nur umgekehrt. Einige beginnen aus purer Angabe mit den Worten der anderen zu sprechen, (das können wir auch!), die sie gar nicht recht verstehen, so ist es auch heute noch.                                        

Ein Leben

Ein Überblick

 

Er wurde geboren, endlos viele wurden gleichzeitig nicht geboren und würden auch nie geboren werden, das konnte er aber als Kind nicht wahrnehmen. Er konnte alsbald seine Eltern wahrnehmen und bald auch schon andere. Er ging zur Schule, wie viele andere auch, und lernte in der Schule, dann ging er zum Gymnasium und lernte mehr, schließlich ging er zur Universität und lernte noch mehr, das war die Jugend, nicht mehr die Kindheit. Er lernte eine Frau kennen, die er alsbald liebte und die er heute noch liebt. Ihre und seine Töchter wurden geboren, seine Frau und er liebten alsbald die Töchter und lieben sie noch jetzt. Man hatte hinreichend Geld gewonnen und brauchte nun nicht noch mehr Geld, es reichte. Er, um den es hier geht, wurde unerwartet geboren und wird unerwartet oder erwartet sterben, seiner Frau wird es nicht anders gehen, hoffentlich wird sie noch einige Zeit weiter leben, die Töchter sowieso. Was hatte der Herrgott sich gedacht, als es ans Leben und dann ans Sterben ging?  Die Verhältnisse sind nicht nachvollziehbar, es wird nicht besser werden, mehr ist nicht zu sagen. 

Worte

 Lernen

 

Der eine: Enni hagai nanihade, wie heißt Du? Der andere: Unha nakai nahniake, wie heißt Du? Man hört das eine und hört das andere, es ist das gleiche: Wie heißt Du? Wann genau hat der Herrgott das Sprechen freigegeben? Die Menschen können sprechen, sie können etwas sagen, sie können auch, so Gott will, auch schreiben, die Tiere, auch die Fortentwickelten und die besonders  Fortentwickelten, zum Beispiel die Schimpansen können das nicht. Nicht nur die Affen, auch die Hunde und Katzen möchten sprechen, es gelingt ihnen aber nicht vollständig. Der Hund bellt kräftig und glaubt er würde insofern sprechen, er spricht auch ein wenig und muß aber doch zugeben, daß sein Sprechen doch kein Sprechen ist, sondern ein Bellen, die Katze ist noch zurückhaltender. Die Menschen denken zurück an die Zeiten, als sie noch nicht sprechen konnten, das liegt einige Zeit zurück, sie kennen das nur vom Hörensagen. Wie soll sich das weiterentwickeln? Wenn die Hunde oder die Katzen dem Sprechen immer näher kommen und die Schimpansen längst aufrecht gehen, wenn sie wollen, fragen sich die Menschen, ob sie noch ein besseres Sprechen sprechen können, das gelingt bislang nicht. Menschen und Hunde und Katzen treffen einander, sie wollen einander kennenlernen, Enni hagai nanihade fragen die einen, Unha nakai nahniak fragen die anderen, sie lernen auf diese Weise einander kennen.

Donnerstag, 2. Oktober 2025

Mato

der Name

 

Mata da wa´toi a, ich heiße Mato, warum auch nicht? In einigen Gegenden ist der Name Mato üblich, in anderen Gegenden nicht, einen Namen irgendeiner Art braucht man aber immer. Man gibt auch den Hunden und Katzen einen Namen, die Tiere verstehen diesen Namen nur sehr eingeschränkt, andererseits spricht man zwar vom blöden Hund, und meint aber nicht einen unbekannten Herrn Blöderhund, ein Name, den es zumindest in Deutschland nicht gibt, sondern man meint einen Menschen, den man gern als einen blöden Hund einordnet. Im Fazit also, die Menschen haben Namen, die Tiere nicht, auch wenn man ihnen Namen gibt. Die Haustiere, Hunde und Katzen, sind in einer besonderen Situation, sie selbst sehen sich fast schon als Menschen unter Menschen an, müssen aber zugeben, daß sie keine Menschen sind und eigentlich auch keine Menschen sein wollen, sie sind stolze Katzen oder auch stolze Hunde, die Hunde verstehen sich auch nicht ohne weiteres als menschliche Katzen und umgekehrt. Man denkt an die neugeborenen Kinder, die noch nicht sprechen können, dann aber doch bald sprechen, bei den Katzen und Hunden gibt es diesen Übergang trotz aller Anstrengungen noch nicht. Auch die Menschen sind Tiere, dem gemäß müßten auch die Tiere Menschen sein, die Regenwürmer und ähnliche freilich nicht. 

Mittwoch, 1. Oktober 2025

Boulevard

Maintenant

 

Die Franzosen sind die fraglos Eleganteren gegenüber den andern, wenn wir schlicht von der Straße sprechen könnten, sprechen sie elegant vom Boulevard, niemand kann das übersehen, so denkt man, und dann muß man feststellen, daß Boulevard, man glaubt es nicht, es ist aber wahr: der französische Boulevard ist in Wirklichkeit das deutsche Bollwerk ist, jegliche Eleganz muß für einen kurzen Augenblick verstummen. Was nun? Man muß das so sehen, aus einer schlichten Straße hat man in Frankreich ein Kunstwerk gemacht, Boulevard, zauberhaft der Klang! Was das Geld anbelangt, sieht es derzeit nicht gut aus in Frankreich, Frankreich ist, was das Geld anbelangt, so gut wie Pleite, wir müssen Frankreich helfen, das sagt jeder, das ist aber nicht einfach, weil auch die übrigen Staaten der Europäischen Union (EU) nicht reich sind, die EU muß sich vor Rußland retten, dafür geht all unser Geld verloren. Et maintenant que vais-je faire, ein Lied, das man immer wieder hört: was sollen wir jetzt tun? Wichtig ist, daß uns die französiche Eleganz nicht verloren geht, nur das kann man uns aufrecht erhalten und uns helfen in der derzeitigen schlimmen Situation.


Bessere Zeiten

Zeitlos

 

Dawni byly lepsze czasy, die alten Zeiten waren die besseren. Aristoteles glaubte zu seiner Zeit die Sache in Griff zu bekommen, die alten Zeiten werden auch die neuen sein, das Leben der Menschen wird auf Dauer ein durchdachtes Leben sein, so dachte er, inzwischen vermutet man das Gegenteil. Die Linken glauben die Lage im Griff zu haben, und dann sind plötzlich die Rechten am Ruder, und dann wieder anders herum und dann wieder wie zuvor, hin und her. Die alten Zeiten sind bald vergessene Zeiten, die jetzigen Zeiten sind bald alte Zeiten, die ganz alten Zeiten sind zeitlos, Aristoteles bleibt für uns für immer der er war, wir danken ihm. Inzwischen hat die Künstliche Intelligenz sich eingemischt, ist die Situation dank Ki jetzt noch stabiler als die vermeintliche Stabilität zur Zeit des Aristoteles? Man sollte es Aristoteles für immer gönnen, seine Zukunft erlebte er nicht. Was wird sein in der Welt, was sagt der zeitlose Herrgott? Er lächelt nur: Ki!  Nie und nimmer wird er uns auch nur das Geringste verraten.