Dienstag, 2. September 2025

Warum nicht

Tanzen

 

Dlaczego nie tanczysz, co, warum tanzt du denn nicht? In der Vergangenheit tanzten die Reichen und die Edlen, der König mit der Königen, die Prinzessin mit dem Prinzen und dann mit den anderen ihrer Art. Menschen dieser Art sind kaum noch vorhanden. Auch schlichtere Menschen tanzten, sie tanzen heute noch in den verschiedensten Tänzen, Walzer, Tango, Foxtrott und modernere Tänze wie Chachacha oder RocknRoll, insgesamt ist das Tanzen aber rückläufig, man hat inzwischen andere Formen des Vergnügens. Man schaut das Fernsehen, am liebsten Fußballspiele oder die Tour de France, über allem aber steht das Handy, weit entfernt vom Tanzen. Das Handy ist ein stilles und einsames Vergnügen, nicht unbedingt einsam, das Handy erfüllt den Menschen, Frauen und Männern, den ganzen Tag. Manchmal sitzen zwei oder auch drei Knaben mit ihrem Handy da, es können auch zwei Knaben und ein Mädchen sein, aber nicht nur Knaben und ein Mädchen, sondern auch ältere Frauen und Männer, die vielleicht früher noch getanzt haben, schauen jetzt ins Handy. Die Geschichte der Menschen wird schon bald wieder eine andere sein, an die Stelle des Handys wird anderes treten, mit etwas Glück werden wir es noch erleben. 

Montag, 1. September 2025

Genie

 

 

Inzynier! A nic nie rozumie! Ein Ingenieur, aber er versteht nichts! Ingenieur, das meint ursprünglich Ingenium, mit anderen Worten: nur wenige Menschen können als Genie gelten, die meisten sind keine Genies auf dem Ingenieursektor, wenn alle Menschen Genies wären, würden niemand als Genie gelten, ein Genie zu sein setzt voraus, daß nicht alle Menschen Genies sind.  Wie aber ist es möglich, daß ein Ingenieur nichts, gar nichts versteht und alles andere als ein Genie ist? Die meisten Menschen geben zu, das sie kein Genie sind, sie denken gar nicht daran. Man spricht vom Genie und vergißt die weiblichen Genies, als Ingenieurinnen stehen sie bis jetzt vielleicht ein wenig zurück hinter den Ingenieuren, das mag sich ändern, zudem sind die Frauen Genies auf anderen Gebieten, die Menschen entwickeln sich ständig weiter, vielleicht gibt es irgendwann mehr Ingenieurinnen als Ingenieure und mithin mehr weibliche als männliche Genies. 

Die Mutter

und der Gott  

 

Kya toofan bhagwan ne bheja hai. Was ist das, soll das etwa eine Sprache sein, gibt es etwa solche Sprachen, es gibt hunderte von Sprachen, wo aber findet man diese eine unter diesen Sprachen, wenn es sie denn gibt? Angeblich heißt es übersetzt: Was für ein Sturm, den der Herrgott uns geschickt hat, sagte die Mutter, man kann das glauben. Gott und die Mutter, das ist ein seltsames Paar. Die Götter sind zahlreich, sie sind überall, mit welchem Gott haben wir es hier zu tun? Die Götter sind den Müttern näher als anderen Menschen, die Mütter lieben ihre Kinder und hoffen, daß der jeweilige Gott sie liebt, man denke an Stachura, der sich freute, wenn seine Mutter jeden Sonntag in die Kirche ging, während er nicht mehr an Gott glaubte. Auch die, die nicht an Gott glauben, wünschen sich einen nahestehenden Gott. Was aber ist mit dem Sturm, den Gott uns geschickt haben soll, das ist rätselhaft. Ein Sturm ist ja normalerweise nicht Gutes, vielmehr etwas Zerstörerisches, hat die Mutter das gemeint?  Eher meint sie wohl, daß der Sturm eine Säuberung ist, daß Gott, wer immer das sein mag, die Welt säubert. Kya toofan bhagwan ne bheja hai, diese Sprache ist immer noch ein Rätsel.  

Platon

als Sokrates

 

Platon, eigentlich nur er, sowie Lysimachos, Melesia, Nikios und und Lachos, zudem deren Söhne, sowie Sokrates, unterhalten sich über Fragen des richtigen Verstehens, die Söhne kommen dabei nicht zu Wort, sie hören nur still zu. Es ging um Männerfragen, Frauen waren nicht zugelassen, es ging um die Tugenden, die vordringliche Tugenden waren Mut und Kampfbereitschaft, Frauen hätten wohl andere Tugenden bevorzugt, Mut führt leicht zum Tod. Tolstoi erzählt von einem noch sehr jungen Mann, ein Junge noch, der wider seiner Eltern in den Kampf ging und zu Tode kam, die Eltern waren nicht zufrieden, sie weinten bitterlich. Als weitere Tugenden waren unter anderem Besonnenheit und Gerechtigkeit zu nennen. Ständig gab es Krieg und Kampf, überall und ständig, das war zu dieser Zeit üblich, Anderes konnte man sich nicht vorstellen, es war normal und es würde wohl auch immer so bleiben. In unserer Zeit dann wollte man vor allem anderen die Kriege beenden, man glaubte das schon erreicht zu haben, nun aber, in dieser unserer jetzigen Zeit, scheint alles wieder auf die Vorzeit zurückzufallen.

Klug

Wer denn?

 

Bardzo rzadko spotykalem tam madrych ludzi, nur selten traf ich dort kluge Leute. Wer weiß aber, wer die klugen Leute sind und wer nicht. Wenn jemand als unklug bezeichnet wird, dängt er  nach, ob er unklug ist und nicht vielmehr die anderen. Die meisten kommen zu dem Ergebnis, daß er klug ist, wer kann das entscheiden, wo ist ein Gott der sagt: Du bist klug und du bist es nicht, der Herrgott würde vielleicht dahingehend urteilen, daß die Klugen unklug seien und die Unklugen seien klug, ähnliches steht in der Bibel. Die Götter unserer Ära kennen keine Göttin, man muß aber davon ausgehen, daß die Frauen üblicherweise eher klüger sind als die Männer. Läßt man die Götter beiseite, ist es schwierig zu entscheiden, wer klug ist und wer nicht, nicht alle aber gehen davon aus, daß sie selbst besonders klug sind, sie denken aber nach, sie behaupten, nicht sonderlich klug zu sein, die Freunde aber denken vielleicht anders und sagen ihm, er sei besonders klug, der eine ist es in besonderen Dingen, der andere nicht, er ist wiederum in ganz anderen Dingen klug. Klug ist, wer nichts sagt von seiner Klugheit. Aristoteles sprach allerdings gern von der Klugheit, die Philosophie erforderte nach seiner Einschätzung die Klugheit, ohne die Klugheit ginge es nicht.

Samstag, 30. August 2025

Patagonien

Nah und fern

 

Ty tutaj, w Polsce, a ja w Patagonii a co wtedy? Du bist hier in Polen und ich bin in Patagonien, und was nun? was soll das, wie kann man das verstehen. Wenn der eine in Polen ist und der andere in Patagonien, dann ist es ebenso, was ist aber mit der Frage und nun? Was ist damit gemeint? Vielleicht ist mit Patagonien gar nicht Patagonien gemeint, sondern einfach nur weit weg von hier. Wenn nun aber tatsächlich der eine in Polen und der andere in Patagonien ist, kann man sich leicht vorstellen, daß der eine eine Frau und der andere ein Mann ist, ein Ehepaar womöglich, man denkt an Edward Stachura und an Zyta Orszyn, als die eine in Polen lebte und der andere, Stachura, in der Ferne, sozusagen in Patagonien, wenn auch nicht wirklich in Patagonien, lebte und sich täglich Liebesbriefe schickten. Als sie dann wieder zusammen waren in Polen, verschwand ihre Liebe, sie waren kein Liebespaar  mehr, obwohl sie sich weiterhin liebten, aber das waren nur die zurückliegenden Gedanken Patagonien betreffend. Und was nun? Das Leben ist kurz, man sollte das wahre Patagonien besuchen bevor man stirbt.

Freitag, 29. August 2025

Zweite Etage

oben

 

Wszedlem na drugie pietro, ich stieg empor zum zweiten Stock. Viele Häuser haben nur ein Stockwerk, ein Emporsteigen ist dort naturgemäß nicht möglich. Bei Häusern mit zwei Stockwerken sieht es schon anders aus, bei vier Stockwerken geht man, weil man es so will, zunächst empor zum zweiten Stock, wenn man es will, kann man anschließend noch zur dritten oder auch vierten Etage emporsteigen, was immer man dort sehen oder erledigen will. Wenn es sich um vier oder mehr Stockwerke handelt, könnte es sich auch um ein Bürohaus handeln, vielleicht auch um eine Beamtenbüroanlage. Vieleicht wollte er auch einen Freund besuchen, der im zweiten Stock seines von ihm bewohnten Hauses lebte, wenn es sich nicht um einen Mann, sondern um eine Frau handelte, war die Situation ein wenig anders. Vieleicht wohnte er im Augenblick als Urlauber in einem fernen Land im zweiten Stock eines Hauses, und als er wieder zurückgekommen war, konnte er vieles erzählen. Seine Unterkunft im zweiten Stock war hervorragend, gern würde er ein weiteres Mal dort hinfahren. Im zweiten Stock wohnen nicht nur Menschen, sondern auch Tiere, überwiegend unangenehme Hausbewohner, aber auch gern gesehene Tiere.