Mittwoch, 5. November 2025

Liebe

Schwierigkeiten 

Bolivia Culture and Customs » All you need to know 2025 

Die Menschen sollen einander lieben, und viele tun das auch, es ist aber schwierig alle zu lieben, und das funktioniert auch so gut wie nie. Die Quäker zum Beispiel versuchen alle zu lieben und sich auch lieben zu lassen, es funktioniert aber nicht immer und manchmal kracht auch ihnen der Kragen, es tut ihnen dann aber sehr leid. Auch der Umstand, daß sie unterschiedliche Sprachen haben, an die siebentausend, es ist also schwer, sich einander rund um zu verstehen. Ein Problem sind auch die Götter unterschiedlicher Art, die einen glauben an den einen Gott, andere an einen andern, die einen wollen nur den einen Gott zulassen, andere nur den anderen Gott, teilweise werden sie Feinde, vielleicht wäre es richtiger, die Götter aus dem Spiel zu lassen, das ist aber so bald nicht zu erwarten. Viele leben auch so weit entfernt, daß man sie lieben möchte, aber nicht lieben kann, weil man sie nie zu Gesicht zu sehen bekommt. Soweit ein kleiner Hinweis auf die Menschen: die Tiere sind auch zu bedenken, wir haben, abgesehen von anderen Tieren, die uns überfordern, die Hunde und die Katzen im Visier. Die Hunde sind voller Liebe, soweit es ihren Herrn betrifft, es sind zwei Freunde, kann man sagen, die Hunde sagen bellend, was sie sagen wollen. Die Katzen sind dem gegenüber still, nur mit leisen Tönen spricht sie zu ihrem tierischen Freund. Man liebt den Hund und die Katze, und der Hund und die Katze liebt uns. Teilweise lieben die Menschen auch einander, sowie sie die Katzen und die Hunde lieben.

Leben und Tod

die Buchschreiber

HEBEL: W 53. rocznicę śmierci Marka Hłaski - Moja Przestrzeń Kultury (MPK)                              

Tolstoi wurde mehr als achtzig Jahre alt, er hätte noch älter werden können, er war ein Russe, vermehrt versucht er den Armen zu helfen, dem Luxus ging er mehr und mehr aus dem Weg, er hätte noch einige Jahre leben können, eine Lungenentzündung verhinderte das, er war ein großer unter den Autoren. Hemingway, ein Amerikaner, starb im Alter von ungefähr siebzig Jahren, wegen einer unangenehmen Erkrankung wollte er nicht länger leben. Pavese, ein Italiener, lebte nur vierzig Jahre, er hatte sehr viele Bücher geschrieben, und wollte keine weiteren mehr schreiben und brachte sich um. Das Buchschreiben mochte ihm nicht mehr gefallen, obwohl er gerade sein schönstes Buch geschrieben hatte, er hätte ja das Schreiben seinlassen können, warum aber sollte er sich grundlos ermorden? Das blieb sein Geheimnis. Stachura, ein Pole im Alter von rund vierzig Jahren, hatte sich umgebracht, es ist nicht klar warum. Er hatte Beschwerden diverser Art, seine Mutter kümmerte sich um ihn, es schien, als wolle er sich berappen, er habe nur noch etwas in Warschau zu erledigen, er hielt sein Wort nicht und brachte sich in Warschau um. Marek Hlasko, auch ein Pole und ein sehr gelungener, brachte sich nicht um eines gewollten Todes wegen, er trank einfach zuviel Alkohol und ähnliches, während er schrieb, er starb in einem Alter von weniger als vierzig Jahren.

Mann

 und Frau

Życie to nie teatr — Edward Stachura | Last.fm 

Der Herrgott hat nicht nur den Menschen hervorgerufen, sondern auch die Aufteilung von Frau und Mann, wozu sollte das gut sein? Zunächst werden nur Kinder sichtbar, dann lassen sich Mädchen und Jungen unterscheiden und schließlich Frauen und Männer. Warum daß, warum nicht wie erwartet einfach Menschen? Die Frauen gebären Kinder, die Männer nicht, warum diese Umwege? Die Frauen müssen sich um die Kinder kümmern, sie kommen in der Arbeitswelt nicht gut voran, sie erreichen weitaus weniger Geld als die Männer, hat der Herrgott verordnet. Die Frauen kümmern sich liebevoll um die Kinder und sehen zunächst nichts Schöneres, als die Kinder dann groß geworden sind, ändert sich die Situation, die Frauen wollen nicht vom Geld der Männer leben, sondern selbst Geld herbeibringen, nach Möglichkeit mehr als die Männer, der Herrgott lächelt nur, er weiß alles besser und kümmert sich um die Frauen und die Männer, die Frauen und die Männer bedenken noch einmal, was sie erlebt haben, die Kinder sind längst erwachsen und haben Kinder, sie wollen gleichhaben mit den Männern, der Herrgott hat alles im Griff, vielleicht hat er schon an einer anderen Welt im Blick, und wird sie bald allen vorzeigen.

Dienstag, 4. November 2025

Nichts

Jetzt

 

Zunächst gab es nichts, nicht einmal nichts, gar nichts, weil es Nichts war, ließ es sich nicht bestätigen. Dann aber gab es ein Etwas, das ließ sich allerdings nicht bestätigen, weil es nichts und niemand gab, es zu bestätigen. Dann gab es ein Etwas, einen Planeten und noch einen, man wußte es aber nicht, weil niemand es wußte. Es tat sich weiter nichts, dann hätte man die Wälder und die Gräser sehen können, sie waren überraschen schön, zum Teil wunderschön, es gab aber niemand, der das bestätigen konnte. Dann zeigten sich die Tiere, Tiere, die man kaum als Tiere ansehen konnte, dann gab es aber Tiere, die überzeugender waren. Es wurden mehr und mehr Tiere, teilweise Tiere, die davon lebten, daß sie andere Tiere auffraßen, dieses Verhalten konnte bislang nicht beseitigt werden. Viele Tiere blieben dumm, obwohl sie vielleicht nicht so dumm waren, Hunde und Katzen gelten nicht als dumm, und sie sind es auch nicht. Sie lebten unbekümmert, bis sich die ersten Menschen zeigten, man konnte es nicht glauben. Die ersten Menschen konnten noch nicht glaubhaft sprechen, so daß niemand sie als Menschen ansah, das änderte sich aber bald, die ihnen nahe stehenden Tiere wie Hunde und Katzen waren mehr als überrascht, sie knurren und miauen und glauben Menschen zu sein, klügere Menschen als die üblichen Menschen, die Menschen sehen das anders, sie sind stolz auf ihr Sprechen und die hunderte von Sprachen, die es gibt. Sie wollen es mit dem Sprechen aber nicht belassen, was ihnen besonders gefallen würde, wäre ein ewiges Leben, die Hunde und Katzen denken soweit bislang nicht. Die Menschen denken  sehr wohl über ein ewiges Leben nach und wollen ein ewiges Leben haben, einige sagen, sie möchten das ewige Leben nicht gleich erleben, später aber schon. Man soll übrigens die Wälder und die Gräser nicht vergessen, auch sie würden ein ewiges Leben nicht zurückweisen.

Montag, 3. November 2025

Die Welt

 Unterwegs

 

Zunächst war gar nichts, die Welt war nicht da, die Welt war öd und leer, dann zeigte sich etwas, aber es war niemand da es zu sehen. Dann zeigten sich Bäume und ähnliches, dann raschelte es irgendwo, Tiere machten sich bemerkbar, die man kaum als Tiere ansehen konnte. Die Tiere entwickelten sich und wurden größer und schlauer, die Affen und unter ihnen die Schimpansen galten als die Vollendung der Welt, was sollte denn klüger sein als die Schimpansen, und dann waren plötzlich die Menschen da, sie unterschieden sich von den Schimpansen dadurch, daß sie sprechen konnten, alle wollten Menschen werden, was aber nicht gelang. Die Menschen waren stolz Menschen zu sein, der Mensch, das würde sich nicht übertrumpfen lassen. Die Menschen konnten aber noch nicht schreiben, einige fingen dann aber an zu schreiben, das Schreiben eröffnete wieder eine neue Welt, macht die Welt sichtbar. Viele, zum Beispiel die Indianer, wußten nichts vom Schreiben, lernten es dann aber bald, Beispiel: Ch osh doo yit iinii bee nil ini, so den, und schreiben sie jetzt. Zuerst war es die Welt, dann die Tiere, dann die Schimpansen, dann die Menschen, warum sollte sich nicht ein Neues, jenseits der Menschen zeigen, warum sollte es nicht den Menschen ergehen, wie es zuvor den Schimpansen  ergangen ist. Warum sollte nicht, wie schon Nietzsche dachte, ein Lebewesen jenseits der Menschen entstehen, wie die Menschen jenseits der Menschheit wohl aussehen. Wenn wir doch nur wenigstens ein Photo hätten.  

Groß

 Edelsteine

 Edward Stachura - Muzyk i Poeta - "Z nim będziesz szczęśliwsza" - RMF  Classic

Großbritannien. Britannien ist inzwischen nicht mehr so groß, wie ein Großbritannien, man könnte auf das Groß verzichten. Auch Großdeutschland wurde seiner Zeit geplant, scheiterte aber schon bald mit diesem Plan. Rußland, größer als die anderen Länder, verzichtet daher auf ein Großrußland, die Größe zeigt sich gerade ohne das Groß, alle Nichtrussen bestaunen Rußland ob seiner Größe. Reicht denn nicht nur eine Sprache für alle und damit auch ein Land für alle? Im Augenblick kennt man mehr als 7000 Sprachen, die können nicht zu einer einzigen Sprache werden, wenn es gelungen würde, wäre es zudem nichts als eine Schande, jede Sprache ist ein Edelstein. Auch wenn man auf Edelsteine verzichtet, sollte man jedenfalls nicht auf die verschiedenen Sprachen verzichten. So mancher wird es anders sehen, auf ihn muß man aber nicht hören. Was kann der Herrgott sagen? Er läßt sich bewußt umbringen, um dann wieder aufzuerstehen, man fragt sich, ob das das beste Verhalten ist. Rußland, das Land der Rußen, wird im Augenblick aus gutem Grund kaum positiv gesehen. Gibt es denn Länder, die man nur positiv sehen kann? Jedes Land ist bei besonderen Dingen nur positiv zu sehen, bei anderen Dingen hingegen nur negativ. Die Sprachen sind nicht leicht zu handhaben, ihnen vorwerfen kann man nichts, das Land und die Länder müssen sich notfalls anders orientieren.

Sonntag, 2. November 2025

Ewig

 Leben

 Edward Stachura niegodny być patronem, bo jest samobójcą - zdjęcie nr 3

Warum haben wir nicht das ewige Leben, was spricht dagegen? Das ewige Leben hat allerdings gewisse Schwierigkeiten, nicht allzu viele sollten an das ewige Leben denken, jedenfalls sollten es nicht zu viele sein, es müssen also entweder Frauen der aber Männer sein, nicht aber Frauen und Männer, sie würden sich zuviel vermehren. Andererseits können ewig Lebende Unfälle haben und dann doch sterben, wir müssen also Frauen und eine geringe Menge von Männern oder umgekehrt nur eine gewisse Zahl von Frauen haben. Bei Unfällen mit Toten müssen die wenigen Frauen oder aber die wenigen Männer entsprechend aktiv werden, anschließend muß die Tätigkeit dann wieder ein Ende haben. Das ewige Leben ist nicht einfach zu handhaben, Fachleute müssen immer wieder eingreifen. Derzeit wissen wir noch nicht, wie es verlaufen soll, als ewig Lebende haben wir aber extrem viel Zeit, man fragt sich, ob auch einige Tiere das ewige Leben genießen soll, alle wohl kaum. Beim ewigen Leben können wir uns nicht vorstellen, was alles noch geschehen kann.