Donnerstag, 3. Juli 2025

Naß

 und Trocken

 

Regen und Trockenheit, es sollte ausgeglichen sein, der Regen am besten in der Nacht, Trockenheit  tagsüber, beides weder übermäßig oder zu gering. Zum Leid der der Menschen und auch der Tiere ist es nicht immer so, Trockenheit zerstört die Felder, langer Regen kann ganze Städte vernichten, die Trockenheit riesige Brände hervorrufen. Man könnte meinen, daß der Herrgott es so einrichtet, wie es sein soll, er tut es aber nicht. Vielleicht ist er unzufrieden mit seinem Volk und bestraft es, man hat dergleichen gehört, vielleicht kümmert er sich einfach nicht darum, vielleicht reicht auch sein Können und Vermögen nicht, wie auch immer, die Menschen müssen sich selbst kümmern. Was aber können sie tun, was haben sie in der Hand? Sie haben es nicht in der Hand, sie können allenfalls dies oder jenes Versuchen. Sie sollten Wasservorräte parat  halten und die Brände im Auge. Vielleicht sollte man die ganze Welt umgestalten, eine neue Welt finden, aber das ist nicht einfach.

Rennen

 Unerwartet

 

Überraschenderweise interessieren sich nicht wenige Literaten hohen Grades für Auto- und Motorradrennen. Die Motorradrennen gelten als besonders gefährlich, einige Literaten sehen aus einer gewissen Angst heraus das vielleicht tödliche Rennen erst nachträglich im Fernsehen, dann, wenn sie wissen, daß alles gutgegangen ist. Abgesehen davon ist ihnen aufgefallen, daß nur noch wenige Fahrer (man denke an den unvergessenen Jochen Rindt, das deutsche Ass im Rennsport) schwer verwundet ober gar tödlich enden, eindeutig wurden sowohl die Strecken als auch das Material verbessert, sie stürzen und ärgern sich nur, daß das Rennen für sie beendet ist, einige auch heben das Motorrad wieder auf und fahren weiter, für den Sieg können sie aber nicht mehr glauben. Mit den Rennwagen ist es ähnlich, stürzen aber im engen Sinn können sie nicht, sie fliegen aus der Piste und kollidieren mit einem anderen Wagen, meistens können dann beide nicht weiterfahren, verletzt werden die Fahrer heutzutage nur noch selten. 

Die Großmutter

Leben und Tod                         

                                      

Kafka bewunderte die Erzählung von der Großmutter (Jachukava) und das bedeutet einiges. Die Literaten, Kafka und Bozena Nemcova, beherrschten beide die tschechische Sprache, Kafka hat seine Schriften aber nur in der deutschen Sprache verfaßt, Nemcova nur tschechisch. Beide waren nicht ohne Ähnlichkeit in ihrem Schreiben und in ihrem Leben, beide sind nicht alt geworden und früh gestorben. Wir hören jetzt vom Leben der Großmutter: Eine Großmunter dieser Art und dieses Tun ist wohl nur denkbar, wenn der Großvater, den sie sehr geliebt hatte, nicht mehr unter den Lebenden ist, sie, die Großmutter hat nur noch die Kinder im Auge, die Kinder und Gott, die eigenen Kinder, aber auch die der anderen, sie bringt den Kindern die Liebe Jesu nahe, die Liebe Jesu war in dieser Zeit anders als heute. Die Kinder sind ihr ein und alles, nicht daß sie die andere Menschen nicht wahrnimmt. Von den Wäldern und den Dörfern, die einem Ritter gehörten und vieles anderer noch erzählte sie ihren Kindern, nicht zuletzt auch von dem nahe erbauten kleinen Kirchlein. Mädchen, die sich verlaufen hatten, fand die Großmutter schnell wieder, sie war zwar alt, zugleich aber auch noch jung. Die Kinder werden älter und sind nicht mehr die gleichen, einige heirateten schon bald, die Großmutter wird auch älter und älter, sie wird alt und stirbt bald freudig, das ewige Leben vor Augen. Man wird ihr das ewige Leben, Gottes Dasein, von allem Herzen gönnen. Wenn man es nur glauben könnte, diese Zeiten, die Zeiten des ewigen Lebens, sind allerdings vorbei, die Großmutter wird bald sterben, sie leidet darunter nicht. Sie hat, so scheint es, schon vor ihrer Geburt gelebt, das Leben war nur ein vorübergehendes Erlebnis. Der Herrgott hatte sie sowohl vor dem Leben, dem Leben während des Lebens und dem Leben nach dem Leben beglückt. Gelobt sei Jesus Christus, der Gottesglaube war ihr selbstverständlich. Schaut man sich aber um in der Welt, so findet man in jedem Land unserer Weld einen anderen Gott, die einen Götter ähneln  kaum den anderen, man kann nur die Augen schließen.

Geld

 und Tod

  

Ein Leben ohne Geld ist für uns nicht vorstellbar, dabei haben die Menschen lange ohne Geld gelebt, die Menschen und nicht nur die Schimpansen. Auch bestimmte Menschengruppen leben immer noch ohne das Geld, das Geld ist ihnen nicht bekannt, für die meisten Völker (anders ist es immer noch bei einigen Völkern vor allem in Südamerika) ist das Leben ohne Geld inzwischen nicht mehr vorstellbar, das Geld ist seit langem noch wichtiger als die Atemluft. Mit seiner Frau hatte Iwan I., ein bekannter Russe, öfters Ärger, aber das war nicht so wichtig, wichtig war, daß Iwan I. als Beamter ein gutes und schließlich ein sehr gutes Geld erhielt. Er hatte schon vor Augen, daß er seine Arbeit bald niederlegen und sich am Abend ganz dem Kartenspiel mit den Freunden widmen konnte. Soweit war er noch nicht gekommen und soweit würde er auch nicht kommen. Er hatte, weiter zunächst nichts Aufregendes, Schmerzen im rechten Arm, dann auch im Kopf, dann auch im Rücken. Er ging zu seinem Arzt, der ihn untersuchte und nach der Untersuchung nicht viel sagte und mit Bedenken auf ihn schaute. Alles nicht so schlimm, wurde von den Freunden gesagt, aber so war es nicht. Die Krankheit schien sich zu verbessern, aber sie verschlechterte sich bald, der Tod kam immer näher, seine Freunde, darunter  Tolstoi, sprachen ihm Mut zu, umsonst, was konnte das aber helfen. Es half nichts. Gott ist noch grausamer als die Menschen, Menschen, die Gott zum Dank, immer verloren sind.     

Mittwoch, 2. Juli 2025

Gleichberechtigung

Gleich und doch ungleich

 

Die Frauen sollen alles können was die Männer können, leider können sie bislang noch nicht alles. Sie können zum Beispiel sehr gut Fußball spielen, die besten Spielerinnen können aber das Spiel gegen die besten männlichen Spieler nicht gewinnen, man kann auch nicht erkennen, daß es anders wird. Andererseits können die besten Sängerinnen schöner singen als die besten Sänger, die besten Boxerinnen bleiben wieder hinter den besten Boxern zurück und so weiter. Die Frauen wollen den Alkohol ebenso reichhaltig genießen wie die Männer, wenn wirklich viel getrunken wird, kommen die Frauen nicht mit. Das zeigt sich am Beispiel einer polnischen Frau, sie lachte, jeder darf lachen, es ist schön, wann die Menschen lachen, sie sollten von Herzen lachen, aber diese Frau lachte schrecklich, man kann es nicht beschreiben. Sie war eigentlich schön, aber wenn sie lachte sah sie schrecklich aus. Sie hatte nicht mehr getrunken als die Männer, die genossen den Alkohol und freuten sich, Frau konnte die gleiche Menge Alkohol nicht vertragen und lachte immer wieder schrecklich. Es war in Polen geschehen. Wenn es um die wirklichen Dinge geht, jenseits von Fußball und Alkohol, sind die Frauen bei weitem überlegen. 

Die Flut

Hilflos

 

Sie waren arm, aber sie konnten immerhin leben, dann aber kam die Flut. Der Sturm dauerte an, sie konnten das Haus nicht verlassen, der Sturm dauerte weiter an, er wollte nicht enden, man hatte so etwas noch nicht erlebt. Der Vater wollte seine Frau und seine Töchter retten und das gelang ihm auch, die Flut aber dauerte und wollte nicht enden. Man ahnte Böses. Der Vater konnte die Menschen, ihn und die Frauen, retten, nicht aber die Tiere, nicht die Kälber und nicht die Jungtiere. Sie waren schon arm, jetzt aber waren sie hilflos. Sie waren immer schon arm gewesen, was aber konnte sie jetzt noch retten? Man war immer schon gewarnt, jetzt aber drohte der Hungertod. Über das weitere erfuhr man nichts.

 

Pijana kobieta:

 sehr selten

 

Ta pijana kobieta, diese betrunkene, unangenehme Frau, sie ist keineswegs immer betrunken und schon gar nicht unangenehm, ganz im Gegenteil, gewöhnlich ist sie eine nette, fröhliche und zudem auch schöne Frau, die allen, die sie kennen, Freude macht. Eigentlich trinkt sie so gut wie nie, wochenlang gar nichts, ab und zu ein Gläschen Wein oder zwei Gläschen oder ein kleines Gläschen Schnaps, vielleicht ein Gläschen Wein und ein Gläschen Schnaps, betrunken macht sie das auf keine Weise, sie lebt so, wie man leben sollte. Keineswegs schütteln ihre Freundinnen und Freunde den Kopf, wenn sie ihr Gläschen getrunken hatte, die Freundinnen und Freunde trinken in der Regel weitaus mehr als sie und gehen dann alsbald nach Hause, um nicht unangenehm aufzufallen. Ein- oder zwei- oder dreimal im Jahr ist sie niedergeschlagen, sie trinkt dann meistens etwas mehr aber meistens nicht zuviel, auch ist sie dann  zuhaus und niemand merkt etwas. Ganz selten nur trinkt sie bei Festlichkeiten, bei denen die Freunde anwesend sind, über das Maß hinaus. Die Freunde sind erschüttert und schütteln den Kopf, ihre Schönheit ist verschwunden, sie scheint geradezu gräßlich zu sein. Wie gesagt, es kommt nur sehr selten vor. Sie entschuldigt sich am nächsten Tag, die Freunde sind erleichtert und freuen sich. All das sollte man wissen, wenn man von anderen Menschen anderes hört.