Damals
Platon und Aristoteles betreten das Haus, für den Augenblick haben die Beiden nur den Blick für sich selbst, sie sprechen miteinander und denken für den Augenblick nur daran, sie denken nach kurzer Zeit dann aber auch an die schon versammelten Schüler und wenden sich ihnen zu, mehr als zwanzig Wartendende warten auf den Beginn des Unterrichts, der jetzt beginnt, es scheinen durchweg Männer zu sein, eine Frau sei angeblich auch dabei, das ist nicht der Fall, es scheinen wohl ausschließlich Männer zu sein. Es ist Raffael, der das Bild der zwei Philosophen und ihrer Schüler gemalt hat. Unter den Schülern sollte es auch Schülerinnen gegeben haben, das ist aber kaum wahrnehmbar. Abgesehen von Raffaels vermeintlich anwesender Frau, trafen kaum weitere Frauen an, die Männer sind Studierende und erwarten viel, die Frauen sind verborgen, man sieht sie kaum, bald aber werden sie sichtbar und dann mehr als nur sichtbar, der Aufstieg der Frauen nimmt täglich zu, die ganze Situation ändert sich. Der Einsatz der Frauen wird immer sichtbarer und immer führender in der Familie, sie haben mehr und mehr das Sagen. Da sie, die modernen Frauen, bald wieder arbeiten müssen und wollen, dürfen und müssen die neugeborenen Kinder bald von der Wohnung in den Kindergarten wechseln. Abgesehen davon, sind die geborenen Kinder jedenfalls, und so soll es auch bleiben, auf der Seite der Mütter und Frauen, die Welt hat sich verändert, sie kommt der Wahrheit näher, das ist den Frauen zu verdanken. Der Herrgott, den es nachweißlich nicht gibt, ist mehr als nur zufrieden.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen